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Landesjagdverband fordert Notzeit-Erklärung

Der Landesjagdverband Berlin fordert bei anhaltendem Frost die Ausrufung der Notzeit und eine sofortige Fütterungsanordnung durch die Jagdbehörde im Land Berlin. Das geschrumpfte Äsungsangebot mache dies erforderlich.
"Wir haben kein Verständnis dafür, dass trotz mehrfacher Aufforderung durch den Landesjagdverband nicht gehandelt wird", betont der LJV-Präsident Dr. Ulrich Grasser. Seit Mitte Dezember herrschen fast durchgehend strenge Minustemperaturen in Berlin. Die Tiere litten Not und weitere Schneefälle würden die Situation weiter verschärfen, heißt es in einer Presseerklärung des LJV.
"Wichtig ist uns, dass auch das Schwarzwild in Notzeiten gefüttert wird" sagte Grasser. "Wir lehnen die Populationslenkung durch Aushungern als vermeintlich natürliches Regulativ auf das Entschiedenste ab. Das widerspricht allen ethischen Grundsätzen im Umgang mit Wildtieren." Füttern dürften jedoch nur die Jagdausübungsberechtigten, nicht aber jeder Bürger, erklärte der Verband. Wichtig sei es auch, dass artgerechtes Futter ausgebracht werde. Grasser richtete an die Bevölkerung die Bitte, nicht aus falsch verstandener Tierliebe wahllos Futter auszubringen. "Das muss durch Fachleute gezielt erfolgen, sonst schaden wir dem Wild." PM