Home News Landesjägertag in Bayern: Wann kommt endlich der Umbruch?

Landesjägertag in Bayern: Wann kommt endlich der Umbruch?

Macht sich Gedanken über die Zukunft der Jagd in Bayern: Susanne Schmid. © MW

Es wären die Dienstjahre 24 bis 27 des Langzeitpräsidenten, wenn ihm die Landesversammlung am Samstag beim Landesjägertag erneut das Vertrauen ausspricht. Die Führungsmannschaft des Bayerischen Jagdverbandes, bestehend aus Jürgen Vocke und seine drei Vizes, bringt es aktuell zusammen auf 279 Lenze, also einen Altersdurchschnitt von fast 70 Jahren. Über das gesamte bisherige Präsidium hinweg liegt dieser bei 64,8 Jahren.

Da wirkt das 29-jährige Präsidiumsmitglied Susanne Schmid fast wie ein Exot in der Riege derjenigen, die die Jagd in Bayern in eine sichere Zukunft führen sollen. Der demografische Wandel hin zu einer (über-)alternden Gesellschaft hat somit auch die Jagdverbände fest im Griff und zeigt das große Problem auf, das gerade der BJV derzeit hat: Es fehlt eine ganze Generation – der sogenannte „Mittelbau“.

Schwindender Organisationsgrad

Eben dieser erscheint jedoch mehr als notwendig, um die Herausforderungen der Zukunft – wie die schnellstmögliche Verbesserung des Organisationsgrades – zu bestehen. Schließlich kann der Freistaat Bayern mittlerweile über 70.000 gelöste Jagdscheine vorweisen, der Verband aber nur 48.000 Mitglieder.

Hunderprozentig erklären kann diesen Umstand auch Susanne Schmid nicht. Doch über eines ist sich die junge Kehlheimerin und Landesbeauftragte „Junge Jäger“ im jagderleben-Interview absolut sicher: Eine Verjüngung ist zwingend notwendig – wenn nicht dieses Wochenende in Veitshöchheim, dann spätestens in vier Jahren.


Martin Weber Crossmedia-Redakteur der dlv-Jagdmedien, verantwortet das Magazin "Bergjagd". Hat Forstwissenschaften an der TU München und Wildtierökologie an der BOKU Wien studiert.
Crossmedia-Redakteur der dlv-Jagdmedien, verantwortet das Magazin "Bergjagd". Hat Forstwissenschaften an der TU München und Wildtierökologie an der BOKU Wien studiert.