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Landesjägertag 2011: Änderungen stehen an

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Foto: Reinhard Schneider © Reinhard Schneider

"Ich schätze die Leistungen, welche die mehr als zehntausend Jägerinnen und Jäger in unserem Land für die Hege und den Schutz des Wildes, aber auch für den Schutz unserer Natur und die Umweltbildung erbringen. Dies schätze ich ganz besonders", sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus (Foto) anlässlich der 22. Delegiertenversammlung des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. in Klink (Landkreis Müritz). Keine andere Zunft fühle sich einer solchen Vielzahl von Aufgaben verpflichtet, die der Allgemeinheit dienen.
Der Minister ging in seiner Rede auch auf das seit geraumer Zeit laufende Gesetzgebungsverfahren zur Änderung von Landeswald- und Landesjagdgesetz ein.
Für Jäger relevant: Die Regelungen zum Einsatz von Jagdhunden für die kontrollierte Arbeit an Schwarzwild in sogenannten Schwarzwildgattern, die Stärkung der Eigenverantwortung der Jagdbezirks- und der Jagdrechtsinhaber für Abschusspläne, sowie die Deregulierung des Jagdhundewesens.
Beherrschende jagdpolitische Themen seien jedoch die Änderung der Jagdzeitenverordnung und die Neuausrichtung des Wildmanagements in Nationalparken. Betroffen hiervon seien vorrangig der Zeitpunkt der Beendigung der Jagdzeit für Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwild sowie die Verankerung eines Zeitpunktes im Jagdjahr, ab dem aus Gründen der Weidgerechtigkeit Drück- und Treibjagden nicht mehr stattfinden sollen: "In Auswertung der Stellungnahmen der Verbände und Interessenvertretungen beabsichtige ich das Ende der Jagdzeit auf Einzelstücke auf den 31. Januar zu legen. Allerdings dürfen nach dem 31.12. keine Drückjagden mehr stattfinden", so der Minister. Das entsprechende Rechtsetzungsverfahren stehe unmittelbar vor seinem förmlichen Abschluss.
Ein weiteres wichtiges Thema: Die Wildschadensausgleichskassen: Mit dem Inkrafttreten des Kreisstrukturgesetzes am 4. September 2011 werden die in den alten Kreisgrenzen bestehenden Wildschadensausgleichskassen aufgelöst und neue gegründet, weshalb es notwendig ist, Muster-Hauptsatzung und Muster-Beitragssatzung zu ändern.
"Um die Arbeit der Wildschadensausgleichskassen praktikabel zu gestalten, wird das Landwirtschaftsministerium hier Satzungsänderungen vorschlagen, die es den Kassen ermöglicht, ihre territorialen Besonderheiten bei Beitragserhebung und Schadensausgleich berücksichtigen zu können", so Dr. Backhaus. PM