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Landesforsten paktieren mit dem BUND

Bei der Unterzeichnung (v.l.): Henrik Harms (Vorstand Landesforsten) und Ron Hoffmann (Landesvorsitzender des BUND) signierten den Pakt. Foto: ThüringenForst © ThüringenForst

In einer diesbezüglichen Pressemitteilung klären die Kooperationspartner über die Beweggründe auf: "Damit wollen beide Institutionen ihre gemeinsamen waldökologischen Zielsetzungen bündeln, ohne eigenständige Positionen aufzugeben."
Die vierseitige unbefristete Vereinbarung führt ausgewählte Projekte auf, die gemeinsam vorangetrieben werden sollen. Dazu gehört die Durchführung verschiedener Arten- und Biotopschutzmaßnahmen, die Unterstützung des BUND beim bundesweiten Projekt Wildkatzenkorridor in Thüringen, eine gemeinsam abgestimmte projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit sowie die gegenseitige Unterstützung bei Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen. Auch im Bereich der Waldflächenstilllegung, ein ausgeprägtes Konfliktfeld zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz, sichern sich die beiden Partner zu, bei der Flächenausweisung künftig enger zu kooperieren.
Finanzielle Vereinbarungen, so heißt es, wurden nicht getroffen. Den äußeren Rahmen für den Abschluss der Vereinbarung bildete das gemeinsame Engagement für die Wildkatze: Anfang November hatten BUND Thüringen und ThüringenForst den ersten Thüringer Wildkatzenkorridor durch die Pflanzung von über 5000 Bäumen weitgehend geschlossen. Damit wurde der scheuen Waldkatze die Möglichkeit eröffnet, vom Buchenwaldgebiet Hainich besser in den westlichen Thüringer Wald wechseln zu können.
Die Vorteile, die der Landesforst aus der Vereinbarung zieht, lassen sich wohl am ehesten mit dem Wort "Imagegewinn" umschreiben. Dem BUND jedoch eröffnet die Vereinbarung die Möglichkeit, auf die Prozesse bei der Bewirtschaftung der rund 200.000 Hektar Waldfläche, die sich in Besitz des Freistaates befinden, Einfluß zu nehmen.
PM/RJE