Home News Landesbetriebs-Chef begeht Schonzeit-Vergehen

Landesbetriebs-Chef begeht Schonzeit-Vergehen

Andreas Wiebe, Leiter des Landesforstbetriebes. Foto: Wald und Holz NRW © Wald und Holz NRW

Er verwechselte bei einer Drückjagd einen Spießer mit einer Ricke. Was zwar jedem Jäger geschehen kann, aber nicht darf. Das Parteimitglied der GRÜNEN zeigte sich daraufhin selbst an und bekam einen Bußgeldbescheid über 200,- Euro.
Der Vorfall rief, wie zu erwarten war, die Opposition auf den Plan. Zwei CDU-Abgeordnete stellten eine kleine Anfrage im Düsseldorfer Landtag. Sie fordern eine hochoffizielle Antwort der Landesregierung, in der sie vor dem Hintergrund der beruflichen Stellung des Leiters des Landesbetriebes Wald und Holz NRW den Sachverhalt bewertet. Weiter wollen die Abgeordneten wissen, ob es stimmt, dass Wiebe zu einem früheren Zeitpunkt ein führendes Sika-Alttier vom Kalb weggeschossen und ob es weitere, ähnliche jagdliche Fehltritte gegeben hat. Die Frage aller Fragen stellen die „Wiebe-Gegner“ aber zum Schluss: „Ist die Landesregierung der Ansicht, dass der Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, der zugleich Leiter der oberen Jagdbehörde ist, auf Jagden eine besondere Vorbildfunktion inne hat?“
Vielleicht hat NRWs „Oberförster“ (der er ja ist, obwohl er nie ein Studium dieser Fachrichtung absolvierte) aber auch durch die ständig wechselnden Sonderregelungen im Land den Überblick verloren, denn: Im Nationalpark Eifel wurde die Schonzeit für Rehböcke aufgehoben. Hier durften bei Drückjagden Böcke jeder Klasse geschossen werden.
BS/PB