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Land greift jetzt an Gewässern durch

Artenschutzkonflikt: Dort wo sich der Fischotter stark vermehrt, kann der Wassermarder zum Problem für gefährtdete Fischarten werden. Foto: J. Krüger © Jens Krüger

Artenschutzkonflikt: Dort wo sich der Fischotter stark vermehrt, kann der Wassermarder zum Problem für gefährtdete Fischarten werden. Foto: J. Krüger


Der Biber war in Kärnten ehedem ausgerottet. Nach Wiederansiedelungsprojekten stieg die Zahl sprunghaft: Wurden in 2009 noch 40 Exemplare gezählt, so waren es im Februar 2014 bereits 190; aktuelle Schätzungen gehen von 350 bis 400 Nagern aus. Das soll sich ändern. Abschüsse stehen dabei aber nicht im Vordergrund: Nach Möglichkeit sollen die Biber innerhalb Kärntens umgesiedelt werden.
Ein ähnliches Programm startet für Fischotter. Ab Oktober sollen sie aus den Flüssen Görtschitz, Lölling und Mosinz gefangen werden. Die Otter gefährden dort die Urforelle, die auf der Roten Liste steht. Die Fischotter werden in die Niederlande exportiert, wo ein Wiederansiedelungsprojekt begonnen hat. Das Vorhaben wird von der Europäischen Union mit 300.000 Euro gefördert und läuft bis zum Jahr 2019. Insgesamt 32 Fischotter aus Kärnten sollen demnächst die niederländische Artenvielfalt bereichern. In Kärnten leben derzeit 193 Tiere.
PB