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Lärm stört Jagd nicht

2012 umgebaut: Die 1250 Meter lange Cross-Bahn sorgt für Ärger. Foto: MSC-Niedergrafschaft © MSC-Niedergrafschaft

Die Crossbahn ist etwa 500 Meter vom Haus des Jägers entfernt. Der Anwohner fühlt sich durch den Krach der Motorräder gestört. Und mehr noch: Er ist der Auffassung, dass durch die Geräuschkulisse auch der Jagdbetrieb in seiner angrenzenden rund 80 Hektar großen Eigenjagd erheblich beeinflusst werde.
Wie jetzt bekannt wurde, kam der 14. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg zu folgender Entscheidung: Basierend auf Erkenntnissen aus einem Sachverständigengutachten und eines Ortstermins wurde die Klage abgewiesen: Weder die Geräusche, die auf dem Hof der Kläger zu hören seien, überschreiten die Grenzwerte unzulässiger Lärmimmissionen, noch werde das Wild dauerhaft vergrämt. Laut Gutachter meiden die Tiere während des Betriebs lediglich einen Bereich von etwa 300 Meter um die Anlage. Zudem sei nicht zu erwarten, dass sich die Wildtierpopulation dauerhaft nennenswert verringern würde. Ein von den Klägern eingeholtes Privatgutachten überzeugte den Senat nicht.
„Der starke Lärm an den Betriebstagen müsse (...) hingenommen werden. Sie hätten keinen Anspruch auf vollständige Ruhe und könnten die Jagd an fünf von sieben Tagen ungestört ausüben“, so die Begründung des Senats. Das Urteil ist rechtskräftig (Az: 14 U 70/14).
Übrigens: Der Betreiber der Anlage hatte angeboten, kein Training an Tagen durchzuführen, an denen Gesellschaftsjagden stattfinden würden.
PM/MH