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Kuschelkurs Ade

Dr. Martin Woike, Abteilungsleiter Forsten und Naturschutz mit Umweltminister Johannes Remmel. Foto: MKULNV © MKULNV

Ausschlaggebend für den Brief an den Minister, den Müller-Schallenberg ungewöhnlich forsch verfasst hat, war ein Treffen bezüglich einer Zusammenlegung zweier biologischer Stationen im Aachener Raum. Der anwesende Abteilungsleiter Dr. Martin Woike soll sich, so der Vorwurf des LJV, vernichtend über die Jagd geäußert haben. Demnach hätten Jäger ohnehin keine Lobby mehr und hielten sich doch nur noch an ihrer Waffe fest. Ebenso würde es derzeit Überlegungen geben, von Naturschutzverbänden erworbene Flächen an die Alt-Eigentümer zurückzugeben, damit diese die Befriedung ihrer Grundstücke beantragen könnten. Schließlich könne ein Verband kein Antrag auf Jagdruhe stellen, sondern nur natürliche Personen. Des Weiteren werde und müsse ein Flickenteppich entstehen, um die Bejagung uninteressant zu machen, wird Woike zitiert. Zusammenfassend sollen die Jäger durch gesetzliche Bestimmungen die Lust am Jagen verlieren.
Müller-Schallenberg fordert umgehende Klarstellung vom Minister. Er habe sich selbst (auch im Verband) für einen „Dialog auf Augenhöhe“ stark gemacht. „Das Vertrauen ist zerstört.“
Seit gestern beschäftigt sich auch der Landtag mit dem Thema. Die Abgeordneten Karlheinz Busen und Henning Höne von der FDP wollen in Form einer kleinen Anfrage von Remmel wissen, ob er sich Woikes Aussagen zu Eigen macht oder aber seinen Mitarbeiter dafür zur Verantwortung zieht.
BS


Die kleine Anfrage im Wortlaut finden Sie hier.