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Kulturschützer geehrt

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Donnerstag, 10.11.2016 - 01:10
Die Bayerische Jagdkönigin Elena Loderer, PIRSCH-Redakteur Gerhard Seilmeier, BJV-Präsident Prof. Jürgen Vocke, Laudator Prof. Klaus Töpfer und Dr. Wolfgang Burhenne (v.l.). Foto: BS © BS
Die Bayerische Jagdkönigin Elena Loderer, PIRSCH-Redakteur Gerhard Seilmeier, BJV-Präsident Prof. Jürgen Vocke, Laudator Prof. Klaus Töpfer und Dr. Wolfgang Burhenne (v.l.). Foto: BS

Wie gewohnt übernahm die Grußworte BJV-Präsident Prof. Jürgen Vocke. In seiner Rede dankte er zunächst dem Verlag der PIRSCH, des Niedersächsischen Jägers, der unsere Jagd, des Jagdgebrauchshundes und jagderleben.de: "Ohne deren Unterstützung wäre diese Preisverleihung nicht möglich."
Der Naturschutzpreis des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) ging in diesem Jahr an Dr. Wolfgang Burhenne. Der studierte Forstwissenschaftler ist für seine Arbeit bezüglich vieler internationaler Abkommen zum Artenschutz weit über die Landesgrenzen bekannt. So hat er beispielweise kurz nach Kriegsende als Vertreter Deutschlands an Versammlungen der IUCN teilgenommen. Darüber hinaus gilt Burhenne unter anderem als Mitbegründer des WWF, der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild und der internationalen Alpenkommission (CIPRA). Die Laudatio hielt Prof. Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D. und ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Burhenne ist bereits in der Vergangenheit mehrfach für seine Bemühungen ausgezeichnet worden. Er ist beispielsweise Inhaber des Großen Verdienstkreuzes mit Stern der BRD sowie des Umweltpreises der Vereinten Nationen und hat einen Ehrendoktor der Pace University New York.
Besonders still wurde es im Saal, als Töpfer auf die Kriegszeit des Preisträgers zu sprechen kam. Mit 17 Jahren wurde Burhenne 1941 nach Russland an die Ostfront geschickt. Nach drei Verwundungen ging es für den heute 92-Jährigen nach Dachau ins Krankenhaus. Von dort aus half er anderen Verletzten und Gefangenen des Konzentrationslagers Dachau, weshalb Burhenne selbst inhaftiert wurde. Bis zu seiner Flucht Ende April 1945 verbrachte er 37 Monate in verschiedenen Lagern.

Ein Hoch auf die Blasmusik

Preisträger Peter Winter (Mitte). Foto: BS

Ebenfalls geehrt wurde an dem Abend Peter Winter, MdL und Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes. Er erhielt das Bläserehrenzeichen in Gold. Laudator Bernd Sibler, Staatssekretär des Ministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, sagte, dass Winter mit seinem großen Engagement der Blasmusik auch über Bayerns Grenzen hinaus gebührenden Stellenwert verschaffe. Besonders liege ihm dabei die Nachwuchsförderung am Herzen. Als Winter 2012 die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit mitorganisierte, hat er laut Sibler für den gesamten Freistaat "eine glänzende musikalische Visitenkarte hinterlassen". Mit heute 120.000 Mitgliedern habe Winter eine kleine Musiker-Gruppierung zu einem schlagkräftigen Verband gemacht, der ebenfalls Mitglied der "Bürgerallianz Bayern" ist. Die Gründung dieser Vereinigung wurde vom BJV vorangetrieben, sie zählt derzeit 2,2 Millionen Anhänger.
BS