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Kritik an neuer Jagdzeiten-Verordnung

Ist nach eigenen Worten "mehr als enttäuscht": LJV-Präsident Kurt A. Michael. Foto: MW © MW

Die wesentlichen Eckpunkte der neuen LJVO sind: Aufhebung der Schonzeit für sämtliches Schwarzwild, Jagdzeitverlängerung beim Rehbock bis 31. Januar, keine Güteklasseneinteilung mehr bei Hirschen, ganzjährige Schonzeit für den Iltis.
Der Landesjagdverband verkündete bereits massive Kritik an der neuen Verordnung, weil insbesondere wildbiologische und tierschutzrechtliche Aspekte nur dort berücksichtigt wurden, wo sie der einseitigen Betrachtungsweise des grünen Umweltministeriums entsprechen, so der LJV in seiner aktuellen Pressemitteilung.
LJV-Präsident Kurt Alexander Michael zeigte sich bei den Änderungen durch die neue Verordnung mehr als enttäuscht: „Was hätte dagegen gesprochen, wenigstens den Bachen eine Schonzeit vom 1. Februar bis Mitte oder Ende Juni zu gewähren?“ Dem gegenüber schreibt die Landesregierung in der Verordnung für Füchse und andere Beutegreifer während der Aufzuchtzeit „aus Tierschutzgründen“ erstmals eine Schonzeit fest. Hier werden sich nicht nur die Jäger fragen, ob die Landesregierung bei einigen Wildarten einen Tierschutz „Zweiter Klasse“ fördert.

Von den rund 80 Forderungen und Änderungsvorschlägen die der Jagdverband in einer 16-seitigen Stellungnahme formuliert habe, seien gerade einmal sechs oder sieben berücksichtigt worden, heißt es in der Pressemeldung. Die zwei wesentlichsten Punkte, bei denen sich der LJV durchsetzen konnte, betraf die im LJVO-Entwurf enthaltene tierschutzwidrige Aufhebung der Schonzeit für Hochwild außerhalb von Bewirtschaftungsbezirken sowie die Vorverlegung der Jagdzeit für Ricken und Kitze auf den 1. August. Beide Regelungen sind mit Inkrafttreten der neuen Verordnung vom Tisch.
DIT

Link: Den kompletten Text der Landesjagdverordnung finden Sie hier