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Dem Krickelwild verpflichtet

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Donnerstag, 09.06.2016 - 02:00
Interesse am Gamswild: Angelika Schorer (CSU) im Gespräch mit BJV-Präsident Jürgen Vocke (l.) und BBB-Vorsitzenden Max Keler (r.).  Foto: JMB © JMB
Interesse am Gamswild: Angelika Schorer (CSU) im Gespräch mit BJV-Präsident Jürgen Vocke (l.) und BBB-Vorsitzenden Max Keler (r.). Foto: JMB

Eingeladen hatte dazu der Bayerische Jagdverband (BJV) mit seinem Präsidenten Prof. Dr. Jürgen Vocke an der Spitze. Die Relevanz des Themas mag man schon daran erkennen, dass in jüngster Zeit heftig darüber diskutiert wurde, wie es eigentlich um die klettergewandten Sympathieträger im bayerischen Teil der Alpen bestellt ist. Derzeit geht auch ein Forschungsprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung dieser Frage nach (wir berichteten hier: Gamswild im Fokus).
Offenbar Grund genug für den Jagdverband, das Augenmerk der Abgeordneten des Bayerischen Landtags auf das Thema zu lenken. BJV-Präsident Vocke skizzierte in seinem Eingangsstatment die Bedeutung des Gamswildes für den Alpenraum. Und zwar nicht nur in jagdlicher Hinsicht, sondern auch unter wirtschftlichen und kulturellen Gesichtspunkten. Die Sorge um die Krickelträger versuchte Rudolf Plochmann, der Leiter des Forstbetriebs Bad Tölz des Unternehmens Bayerische Staatsforsten, etwas zu zerstreuen. Am Beispiel der 45.000 Hektar umfassenden Jagdfläche in seinem Verantwortungsbereich legte er dar, dass die Bewirtschaftung des Gamswildes aus seiner Sicht nachhaltig erfolge und die Bestände keineswegs übernutzt werden.
Demgegenüber berichtete Max Keler, Vositzender des Bundes Bayrischer Berufsjäger (BBB), über die wildbiologischen und jagdwirtschaftlichen Besonderheiten beim Gams, die es eben nicht als eine Wildart wie jede andere erscheinen lassen. Einen zusätzlichen Aspekt brachte Dr. Werner d‘Oleire-Oltmanns, Vorsitzender des Aussschuss „Naturschutz und Landschaftspflege“ des BJV, in die Diskussion ein, indem er auf die Bedeutung des Gamswildes als Nahrungsquelle für den in Bayern wieder in nennenswerter Zahl vorkommenden Steinadler einging.
Seitens der Politik bedankte sich die Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, Angelika Schorer, für die Einladung und die Möglichkeit zum Gespräch. Dabei betonte sie auch das Interesse der Parlamentarier für das Gamswild und verwies auf eine Studie zu den Gämsen und ihrem Lebensraum im Bereich des Unternehmens Bayerische Staatsforsten, die derzeit laufe.
JMB