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Kormoran wird Opfer von Tierquäler

Mit einem Kabelbinder wurde dem Kormoran der Schnabel zugebunden.


In der Nähe von Kiel (Schleswig-Holstein) beobachtete eine Familie einen Kormoran in ihrem Garten. Als er am nächsten Morgen immer noch da war, schauten sie sich den Vogel genauer an. Sie mussten feststellen, dass um den Schnabel des Tieres ein Kabelbinder festgezogen war. Dieser hinderte ihn an der Nahrungsaufnahme. Die Familie rief daher ein in der Nähe wohnendes Mitglied der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg (OAG) und den NABU zur Hilfe.

NABU setzt Belohnung aus

Von Seiten des NABU wurde ihnen geraten, den Vogel zu fangen, bevor er davon fliegt. Dies gelang glücklicherweise, da der Kormoran schon deutlich geschwächt war. Als kurz darauf das Mitglied der OAG erschien, befreite dieser das Tier von seiner tödlichen Falle. Dabei stellten sie fest, dass jemand den Schnabel bewusst zugebunden haben muss. Denn der Kabelbinder war abgeschnitten und hinter der verdickten Schnabelspitze angelegt. Hätte die Familie nicht eingegriffen, wäre er daran qualvoll verendet. So wurde er wieder in die Freiheit entlassen.

Ingo Ludwichowski, Geschäftsführer des NABU Schleswig-Holstein, ist empört über die Tat: „Wer sich so abstoßend verhält, der lässt jegliches Mitgefühl mit unserer Tierwelt vermissen.“ Der NABU wird daher Anzeige bei der Polizei erstatten und lobt eine Belohung von 500 Euro für Hinweise aus, die zum Täter führen. PM


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