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Kooperation mit Pferdefreunden

Reiter und Fahrer von Pferdegespannen sind im bayerischen Staatswald willkommene Besucher. So zumindest die offizielle Lesart, wie sie das Unternehmen in einer Pressemitteilung verkündet.
Mit einer Rahmenvereinbarung zwischen dem Bayerischen Reit- und Fahrverband e.V. (BRFV) und den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) wurde das kostenfreie Reiten und Fahren im Rahmen des in Bayern gesetzlich garantierten freien Betretungsrechts bekräftigt. Gleichzeitig wurde pferdehaltenden Betrieben und den Forstbetrieben der BaySF darüber hinaus eine Entscheidungshilfe bei der Abgrenzung zur gewerblichen Nutzung der Wälder an die Hand gegeben. Rund 60.000 Reiter nutzen nach Angaben der Staatsforsten derzeit die Wege in deren Waldungen. Rund 250 Kilometer davon sind ausgewiesene Reitwege. Staatsminister Helmut Brunner (Bild Mitte, Foto BaySF), Aufsichtsratvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten und selbst Pferdehalter, freute sich: „Die Rahmenvereinbarung ist der erfolgreiche Abschluss mehrjähriger und intensiver Gespräche zwischen dem Bayerischen Reit- und Fahrverband und den Bayerischen Staatsforsten, bei denen es gelungen ist, Vorbehalte abzubauen und das gegenseitige Verständnis für die Belange des Anderen zu vertiefen.“
Auch Dr. Rudolf Freidhager (rechts im Bild), Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten ist laut Pressemitteilung zufrieden: „Wir sind froh über diese richtungsweisende und partnerschaftliche Lösung. Mit der Rahmenvereinbarung werden wir die vielfältigen Interessen aller Erholungssuchenden im Staatswald mit den Zielen des Forst- und Jagdbetriebs bestmöglich in Einklang bringen.“
Da wollte der Präsident des BRFV, Hans Peter Schmidt (links im Bild), wohl nicht nachstehen und betonte: „Wir haben alle viel über die Interessen des Anderen erfahren und freuen uns über die Kompromissbereitschaft und den offenen Dialog mit den Förstern.
Bleibt zu hoffen, dass auch das Wild in den bayerischen Staatswäldern von dieser Vereinbarung profitiert. Da längst nicht alle Freizeitreiter einer verbandlichen Organisation angehören, sind die Einwirkungsmöglichkeiten seitens des Verbandes begrenzt. Zugleich dürften viele Jagdausübungsberechtigte innerhalb und außerhalb der Staatswaldungen dem vermehrten Reiten in Wald eher mit Skepsis gegenüber stehen. RJE