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Kontrolle im Wald: Mountainbiker im Visier

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Freitag, 05.06.2020 - 17:00
Mountainbiker-Foerster © Polizeipräsidium Koblenz
Polizei und Forstamt kontrollierten im Stadtwald Boppard gemeinsam Mountainbikefahrer.

Ende Mai wurden im Stadtwald Boppard (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz) Kontrollmaßnahmen in Zusammenarbeit der zuständigen Förster sowie der Polizei durchgeführt. Der Grund ist die Zunahme von Mountainbikern, die abseits der Waldwege fahren. Laut Polizei werden zum Teil auch sogenannte „Trails“ und Sprungschanzen gebaut. Durch das Querfeldeinfahren werden nicht nur Jungpflanzen und Bäume beschädigt, sondern auch Wildtiere mit ihren Jungtieren gestört. Des Weiteren nutzen die Mountainbiker häufig Wanderwege mit einer zu geringen Breite, wodurch teils gefährliche Situationen mit Wanderern entstehen können.

Polizei appelliert an Waldbesucher

Die Beamten konnten während der dreistündigen Kontrolle sechs „wilde“ Radfahrer ausmachen, wovon sich einer auf ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einstellen muss. Die anderen fünf Fälle werden noch geprüft. Generell reagierten die Mountainbiker auf die Kontrollen mit Verständnis und waren kooperativ, so die Polizei gegenüber der Redaktion.

Die Polizeiinspektion Boppard appelliert an eine gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Radfahrern und Wanderern. Ebenso verweist sie darauf, dass das Fahren abseits von Waldwegen, insbesondere das Befahren von Wanderwegen nicht erlaubt ist. Dies wird durch § 22 des rheinland-pfälzischen Landeswaldgesetz geregelt.


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