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Konsequenzen angekündigt

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus beim Landesjägertag. Foto: FS © FS

Das alles bestimmende Thema auf dem diesjährigen Landesjägertag in Linstow waren die jagdlichen Verfehlungen im Müritz-Nationalpark.
Laut Backhaus bestehe so lange wie nichts bewiesen ist die Unschuldsvermutung, allerdings „habe ich den Eindruck, dass die Grundsätze der Jagdethik keine Rolle mehr gespielt haben, sondern nur hohe Abschusszahlen". Was jedoch bewiesen sei, ist die Tatsache, dass der Abschussplan für Dam-Alttiere um 46 Prozent (74 Stück) überschossen wurde. Waidgerechtigkeit und Jagdmoral seien Grundsätze, die nach Backhaus’ Ansichten für alle gelten. Wer das nicht anerkenne, habe in Mecklenburg-Vorpommern jagdlich nichts verloren. Mit aller Deutlichkeit fügte er hinzu: „Sie können sich darauf verlassen, das Konsequenzen gezogen werden.“ Eine solche Art der Bejagung werde es in einem Großschutzgebiet nicht mehr geben. Auch will der Minister künftig vermehrt Kontrollen bei der Jagdausübung in den Nationalparks durchführen.
Der Präsident der Landesjägerschaft, Dr. Volker Böhning, bezeichnete die bisherigen Untersuchungsergebnisse als „halbherzig“. Nach vollständiger Klärung aller Vorwürfe, will der LJV Akteneinsicht fordern. Danach werde man alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, so Böhning. Nationalparks dürften nicht zur Spielwiese für Jäger des ökologischen Jagdverbands werden. Weiter forderte Böhning eine Überarbeitung der Nationalpark-Jagdverordnung. Unter anderem solle Raubwild wieder bejagt werden.
Einen ausführlichen Bericht des Landesjägertages mit allen Themen sowie weiteren Informationen finden Sie in der kommenden unsere Jagd-Ausgabe 4/2013.
BS/FS