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Kommt 'ne Sau zum Glaser

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Dienstag, 05.01.2016 - 01:00
Die Spuren, die die Bache in der Glaserei hinterlassen hat. Foto: U. Töpel © U. Töpel
Die Spuren, die die Bache in der Glaserei hinterlassen hat. Foto: U. Töpel

Zunächst hörten die Mitarbeiter des Betriebs in Hemer, wie sich die Eingangstür öffnete. Einer von ihnen wollte den vermeintlichen Kunden begrüßen. Bei dem Anblick der aufgebrachten Bache floh der Mann aber rasch durch einen Hinterausgang. Im Wegrennen rief er seinem Kollegen zu, es ihm gleich zu tun. Dann verständigten sie die Polizei, ein rund vierstündiger Einsatz folgte.
Drei Streifenwagen rückten an, auch der zuständige Jagdpächter wurde benachrichtigt. Einem Landwirt gelang es schließlich, das 60 Kilogramm schwere Tier zu betäuben. Das Narkosemittel zeigte erst nach einer halben Stunde Wirkung. Erst danach wurde das Ausmaß der Zerstörung und der Verletzungen deutlich. Ein gezielter Fangschuss beendete das Leiden, wie ein Polizeisprecher gegenüber jagderleben berichtete. Den Schaden, den der Schwarzkittel angerichtet hat, wird auf eine deutliche fünfstellige Euro-Summe geschätzt. Zurück bleiben dem Glaser jede Menge Scherben, viel Schweiß und Sorgen. Zwar sei er gegen Vandalismus-Versicherung, doch ob diese eintritt, wisse er noch nicht.
BS