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Knochensplitter tötet Wolf

Todesursache geklärt: Dies ist der Wolfsrüde, der an den Folgen einer Entzündung verendete. Foto: Lupus


Bei dem Wolf handelt es sich um einen siebenjährigen Rüden. „Bereits 2009 wurde er besendert“, erklärte Vanessa Ludwig vom Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“. Nur ein Jahr später habe er sich mit seiner Nichte zusammengeschlossen und das Spremberger Rudel gegründet. 2011 sorgten die Beiden dann erstmals für Nachwuchs.
Im März der Todfund. Ein Jagdpächter entdeckte das verendete Tier. Wie das beauftragte Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nun herausfand, verendete der Grauhund an einem scharfkantigen Knochen. „Der Darm wurde perforiert. Dadurch trat Kot aus, der den Bauchraum stark entzündete“, so Ludwig. Letztlich sei er an den Folgen verendet.
Im Kanton Uri droht einem Artgenossen nicht der natürliche Tod. 60 Tage haben die Verantwortlichen Zeit, einen „Problemwolf“ zu töten. Der Grund: In zwei Wochen hat er in der Gemeinde Isenthal 32 Schafe gerissen. Rund ein Dutzend werden noch vermisst. Die Abschussverfügung stützt sich auf das Urner Wolfskonzept. Demnach dürfen Wölfe entnommen werden, die innerhalb eines Monats mehr als 25 Nutztiere reißen.
Eine Regelung, an die die Regierung künftig Forderungen knüpft. Anerkannt werden nunmehr nur noch Risse, wenn für deren Herden „alle technisch möglichen, praktikablen und finanzierbaren“ Schutzmaßnahmen getroffen wurden.
MH