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Klöckner fordert Bejagung von Wölfen: Stimmenfang der Ministerin?

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 19.08.2021 - 12:07
Wolf-fletschend © JK - stock.adobe.com
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner spricht sich für die Jagd auf Wölfe in bestimmten Regionen aus.

Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für die Bejagung von Wölfen in bestimmten Regionen ausgesprochen. Dabei gehe es nicht darum, den Wolf auszurotten, teilte die Ministerin der „NOZ“ mit. „Aber wenn wir die Weidetierhaltung in einigen Regionen nicht aufgeben wollen, müssen wir handeln.“

Keine Rechtsgrundlage für Entnahmen

Auf die Ausführungen reagiert der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus (SPD), erstaunt. „Ich bin verblüfft, dass sich die Ministerin nun im Wahlkampf mit einer Forderung hervorzutun versucht, von der sie weiß, dass es dafür keine Rechtsgrundlage gibt“, so Backhaus. Die Ministerin sollte nach seiner Ansicht wissen, dass nach EU-Einstufung der günstige Erhaltungszustand nicht erreicht sei und daher Maßnahmen zum Bestandesmanagment nicht möglich seien. „Ich kann nur sagen, wenn eine Ministerin mit den Wölfen heult, um Stimmen zu fangen, wird das noch lange kein Lied und bestimmt kein Hit“, so Till Backhaus.


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