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Kleines Hirn, große Gefahr

Der Studie zufolge haben diese Krähen statistisch gesehen ein eher kleines Hirn (Symbolbild). Foto: Karl Walch


Anders Pape Møller von der Université Paris-Saclay (Frankreich) und Johannes Erritzøe vom House of Bird Research in Christiansfeld (Dänemark) untersuchten gemeinsam, wie die Größe eines Vogelhirns im Zusammenhang mit der Todesursache steht. Dafür werteten die Biologen die Daten von 3.781 Tieren verschiedener Arten aus. Die Zahlen stammen von Präparatoren aus der Region um Christiansfeld aus dem Zeitraum von 1960 bis 2015.
Davon waren 299 Vögel (rund acht Prozent) geschossen. Im Schnitt hatten diese, unter Berücksichtigung der Körpermasse, tatsächlich über fünf Prozent weniger Hirnmasse. Die Wahrscheinlichkeit lag demnach um das 30fache höher, dass ein Vogel mit kleinem Denkapparat geschossen wird, als einer mit großem.
Eine weitere Erkenntnis war, dass das Alter keinen Einfluss darauf hat, ob ein Stück erlegt wird oder nicht. Außerdem wurde deutlich, dass männliches Flugwild mehr gejagt wird.
RW
Die Studie der beiden Wissenschaftler finden Sie hier.