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Der kleine Muntjak möchte abgeholt werden

Der entlaufene Muntjak in seinem neuen Gehege.


Vor einer Grundschule bei Heilbronn (Baden-Württemberg) wurde am Montag ein chinesischer Muntjak gesichtet. Ein hinzugerufener Jagdpächter konnte nicht helfen und alarmierte die Polizei. Diese verständigte daraufhin die Tierrettung, um den Zwerghirsch einzufangen. Darauf hatte dieser allerdings laut einem Helfer keine Lust. Der Muntjak lies zwar deutlich verminderte Scheu vor Menschen erkennen, wehrte sich aber nach Leibeskräften gegen die Retter. Nachdem er sich endlich geschlagen gab, wurde er in das Wildparadies Tripsdrill gebracht.

Halter droht Strafe

Versuche der Polizei den Halter ausfindig zu machen, blieben bisher erfolglos. Dieser hätte im Zweifelsfall mit einer Strafe zu rechnen, denn seit 2016 zählen die chinesischen Zwerghirsche zu den invasiven Arten. Damit dürfen sie in Europa ohne Ausnahmegenehmigung weder eingeführt, gehalten oder gezüchtet werden. Andreas Fischer vom Tierpark Tripsdrill rechnet daher damit, dass der Hirsch bei ihnen bleibt und in ihren Bestand integiert wird. Eine Vermehrung im Wildpark ist ausgeschlossen. SBA


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