Home News Klein aber gefährlich

Klein aber gefährlich

am
Samstag, 07.05.2011 - 03:05
Raupen des Eichenprozessionsspinner an einem Eichenstamm. Die winzigen Härchen können Allergien auslösen. © LBG


Eichenprozessionsspinner kommen vor allem in lichten Eichenwäldern vor. Eine Berührung der Raupen kann allergische Reaktionen auslösen. Aber auch ihre Gespinste stellen eine nicht zu unterschätzende Allergiequelle dar. Sieverbleiben noch Monate nach dem Schlüpfen an Bäumen und Büschen oder liegen auf dem Boden. Die Häkchen der winzigen Haare haften an Schuhen und Kleidern und dringen schließlich durch die Haut und über die Schleimhäute in den Organismus ein.In der Folgekann es zu allergischen Hautreaktionen aber auch zu Atemwegsbeschwerden kommen. Weitere bekannte Symptome sind Schwindel, Fieber und Abgeschlagenheit. Bei besonders empfindlichen Menschen kann der Kontakt zu einem allergischen Schock führen.
Die einfachste und wichtigste Schutzmaßnahme ist es, den Kontakt mit den Brennhaaren zu vermeiden. Wer nicht unbedingt muss, der sollte befallene Waldgebiete nicht aufsuchen. Lässt sich das nicht vermeiden, ist vor Arbeitsbeginn zu prüfen, ob sich dort Gespinste befinden.
In jedem Fall ist es nach einem Kontakt mit den Raupenhärchen erforderlich, sich gründlich zu duschen und die Haare zu waschen. Werden Symptome festgestellt, die auf eine Allergie hindeuten, muss dringend ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Fall sind Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft dazu aufgerufen, sich mit der zuständigen Berufsgenossenschaft in Verbindung zu setzen.
Das Entfernen der Gespinste muss Fachleuten überlassen werden, die über eine geeignete Schutzausrüstung verfügen! PM