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Klare Worte gegen Trophäenschwindel

Dr. Zsolt Semjén, Ungarns stellvertretender Premier. Foto: SE © SE

Man habe von der dänischen Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) Hinweise auf entsprechende Angebote erhalten. Sollten die Vorwürfe zutreffen, so sehe er den Tatbestand der Tierquälerei und des Betrugs erfüllt, so Semjén.
Man werde nicht hinnehmen, dass der Ruf Ungarns als Jagdland aufs Spiel gesetzt werde und mit aller Härte des Gesetzes gegen diese Machenschaften vorgehen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, ermittelt die ungarische Bundespolizei (Nemzeti Nyomozó Iroda) gegen unbekannte Täter, die im Komitat Csongrád Rehböcke zweifelhafter (genetischer) Herkunft züchten.

Polizei zum Handeln aufgefordert<br><p>

Ein &quot;Rekordgehörn&quot; aus Serbien: Experten gehen davon aus, dass dieser Bock gezielt manipuliert worden ist. Foto: CIC © CIC

Ein "Rekordgehörn" aus Serbien: Experten gehen davon aus, dass dieser Bock gezielt manipuliert worden ist. Foto: CIC

Die vermutlich im Gatter aufgezogenen, kapitale Gehörne tragenden Böcke würden vermutlich mit Hormonen behandelt und ausländischen Gästen für viel Geld zum Abschuss angeboten.
Die "Jagd" auf diese Böcke sei nicht nur ethisch nicht vertretbar, sondern stelle auch eine unerwünschte Verfälschung dar. Die Täter erzielten auf diese Weise ein illegales Einkommen, schadeten dem Ruf des ungarischen Jagdtourismus und sorgten so dafür, dass seriöse Jagdreisende Ungarn fernblieben, was weiteren ökonomischen Schaden verursache. Die ungarische Bundespolizei sei aufgefordert, die "notwendigen Schritte einzuleiten." Semjén unterzeichnete auf der „FeHoVa“ des Weiteren eine Übereinkunft zwischen verschiedenen Jagd- und Naturschutzorganisationen. Sowohl die Jägerschaft, die Schutz durch nachhaltige Nutzung anstrebt, aber zum Beispiel auch Vogelschützer haben das Abkommen unterzeichnet, das die gemeinsame Lösung von Naturschutzproblemen ermöglichen soll. SE