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Klage gegen Wisentaussetzung gescheitert

Eine Klage gegen die Auswilderung der Wisente wurde abgelehnt. © Pixabay.com
Eine Klage gegen die Auswilderung der Wisente wurde abgelehnt. © Pixabay.com

Eine Klage gegen die Auswilderung der Wisente wurde abgelehnt.

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat eine Klage von vier Waldbesitzern gegen das Wisentprojekt im Landkreis Siegen-Wittgenstein (Nordrhein-Westfalen) abgewiesen. Dies Gab das Gericht in einer Pressemitteilung bekannt. Im Jahr 2013 war vom Land NRW und dem Kreis ein Vertrag über die Auswilderung der Wisente geschlossen worden. Wie ein Sprecher des Gerichts gegenüber unserer Redaktion erklärte, ersetzt dieser öffentlich rechtliche Vertrag eine komplizierte Genehmigung. Die Waldbesitzer klagten, da sie der Ansicht waren, der Vertrag sei ungültig. Außerdem forderten sie, die ausgesetzten Tiere wieder einzufangen, beziehungsweise zu verhindern, dass diese die Wälder der Kläger betreten.

Kein Anfechtungsrecht

Den Waldbesitzern steht allerdings laut Gericht kein Anfechtungsrecht gegen die Genehmigung der Wisentfreilassung zu. Wie der Gerichtssprecher erläuterte, sind die Kläger aus rechticher Sicht nicht von dem Vertrag betroffen, da dieser nur die Auswilderung regelt, nicht jedoch die entstehenden Schäden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Wollen die Kläger in Berufung gehen, so müssen sie einen Antrag auf Zulassung der Berufung einreichen. Parallel läuft ein weiteres Verfahren in dem Fall vor dem Bundesgerichtshof. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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