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Kitzrettung: Norddeutsche Wildtierrettung bald deutschlandweit

Fokko Kleihauer © Fokko Kleihauer
Fokko Kleihauer
am
Mittwoch, 12.05.2021 - 16:57
Retter-mit-Rehkitz © sebgsh - stock.adobe.com
Die Norddeutsche Wildtierrettung will sich künftig deutschlandweit für die Rettung von Jungwild einsetzen.

Seit dem Frühjahr 2019 retten Mitglieder des Vereins in Norddeutschland mit Wärmebilddrohnen Kitze vor dem Tod durch Mähmaschinen. Jetzt steht ein Namenswechsel an: Aus der Norddeutsche Wildtierrettung e.V. wird die Deutsche Wildtierrettung. Der Verein wächst schnell und streckt seine Fühler auch in süddeutsche Gebiete aus. Deswegen sei die Namensänderung nötig geworden, sagte Andreas Alfred Brandt, 1. Vorsitzender des Vereins, gegenüber der Redaktion. „Die Landesjagdverbände aus Rheinland-Pfalz und Hessen taten sich etwas schwer mit dem bisherigen Namen. Um den Beitritt der beiden großen Verbände zu fördern, haben wir uns für Änderung entschieden.“ Ganz in trockenen Tüchern sei die Änderung aber noch nicht, Rückmeldungen einiger Mitglieder ständen noch aus. Brandt zweifelt aber nicht: „Bald sind wir die Deutsche Wildtierrettung.“

Vorsitzende-Kitzrettung © Fokko Kleihauer

Die beiden Vorsitzenden der Norddeutschen Wildtierrettung e.V.

Kitzrettungs-App geplant

Auch plant der Verein eine App für Smartphones, die bei der Organisation und Suche von Kitzen helfen soll. Gerade fehlende Organisation kostet jedes Jahr unnötig viele Kitze das Leben, so Brandt. „Es bringt nichts, wenn der Landwirt eine Stunde vor der Mahd anruft oder es gar nicht tut.“ Die App solle die Kommunikation automatisieren: Landwirte tragen ihre geplanten Mähtermine ein, Retter sind so immer informiert. Erscheinen soll die App im Laufe des nächsten Jahres.

Städter sollen spenden

Geld für teure Drohnenausrüstung und App-Entwicklungen sollen in naher Zukunft Spendenkampagnen des Vereins in Großstädten einsammeln. Es sei nicht Sinn der Sache, wenn nur direkt Betroffene Zeit und Geld spenden, so Brandt. Auch Stadtbewohner könnten zum Spenden bewegt werden, wenn genug Aufmerksamkeit erzeugt wird. Wie diese Kampagnen genau aussehen sollen, ist noch unklar. Fokko Kleihauer


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