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Kitzrettung: Jäger bekommt Schlag von Hochspannungsleitung

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Dienstag, 21.04.2020 - 17:18
Drohne-Hochspannungsleitung © Yurii Zushchyk - stock.adobe.com
Die Drohne verhing sich in einer Stromleitung (Symbolbild).

Am 18. April 2020 erlitt ein Jäger nahe Seeg (Landkreis Ostallgäu, Bayern) einen Stromschlag durch eine Hochspannungsleitung. Nach Angaben der Polizei suchte dieser zuvor Wiesen mithilfe einer Drohne nach Rehkitzen ab. Obwohl der Waidmann einen ausreichenden Abstand zur Stromleitung einhielt, verfing sich die Drohne wenig später darin. Laut Pressesprecher habe die Drohne in ein Automatikprogramm geschalten und die Überlandleitung nicht als Gefahr erkannt.

Mann erleidet Stromschlag

Mit einer selbstgebauten Stange, bestehen aus Alustecken und einem Besenstiel als Griff, versuchte der etwa 40-jährige Mann die Drohne zu befreien, so die Polizei weiter. Dabei erlitt er einen heftigen Stromschlag und fiel zu Boden. Nach Angaben des Beamten besitzen die Stromleitungen eine Spannung von rund 20.000 Volt. In der Nähe befindliche Freunde leisteten umgehend Erste-Hilfe- sowie Reanimationsmaßnahmen bis zum Eintreffen von Rettungskräften. Der Jäger wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Regelwerk der DFS beachten

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat Regeln zum Einsatz von Drohnen bestimmt. So muss beispielsweise zu Hochspannungsleitungen ein Mindestabstand von 100 Metern eingehalten werden. Weiterhin ist das Fliegen über Naturschutzgebieten verboten sowie ohne eine Genehmigung des Grundstückseigentümers.

So funktioniert die Kitzrettung mit der Drohne


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