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Kitze ausgemäht: Landwirt verurteilt

Kitze-Ausgemaeht-1 © Rupprecht Walch
Zwei Kitze wurden von einem Landwirt ausgemäht (Symbolbild).

Ein Landwirt musste sich vor Gericht verantworten, da er zwei Kitze während Mäharbeiten tödlich verletzt hatte. Am Dienstag fand nun die Urteilsverkündung statt. Wegen Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund in zwei Tateinheiten, verurteilte man den Landwirt zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.400 Euro (60 Tagessätze à 40 Euro), berichtet ein Pressesprecher des Amtsgerichts Landsberg.

Jagdpächter erstattet Anzeige

Wie der Kreisbote berichtet, habe der Landwirt die beiden Kitze nach eigenen Angaben in der Wiese nicht bemerkt. Ebenso wenig, dass diese in sein Mähwerk gelangten. Ein Spaziergänger habe die Tiere am nächsten Tag gefunden und dem zuständigen Jagdaufseher gemeldet. Kurz darauf erstattete der Jagdpächter Anzeige. Die Zusammenarbeit bislang habe funktioniert. Ihn ärgere aber die Gleichgültigkeit einiger Landwirte, zitiert der Kreisbote den Jagdpächter.

Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen unternommen

Der Landwirt hatte während der Verhandlung angegeben, dass er versucht habe den Jagdaufseher telefonisch zu erreichen. Er habe auf die Mailbox gesprochen, jedoch eine falsche Nummer gewählt, wie sich im Nachhinein rausstellte. Die Nachricht wäre, laut Kreisbote, nie angekommen. Der Richter stützt sein Urteil u.a. darauf, dass eine Mailboxnachricht nicht als Sicherheitsvorkehrung ausreiche.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.