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Kitz steckt im Felsspalt

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Montag, 03.08.2015 - 18:40
Weder vor noch zurück ging es für dieses Rehkitz. Foto: Dr. M. Flörke © Dr. M. Flörke
Weder vor noch zurück ging es für dieses Rehkitz. Foto: Dr. M. Flörke

Anwohner hatten am vergangenen Samstag merkwürdige Geräusche aus einer Höhle gehört und die Polizei verständigt. Die Ordnungshüter informierten daraufhin den zuständigen Jagdpächter. Da sich dieser jedoch im Urlaub befand, verständigte er seinen Mitjäger Dr. Moritz Flörke, der Tierarzt ist und sich gerade zufällig im Revier befand. Der Veterinär machte sich umgehend auf den Weg zur besagten Stelle. „Die Höhle ist etwa zehn Meter hoch und 15 Meter breit“, berichtet Flörke gegenüber der Redaktion. Doch anders als vermutet war es keine Katze, die für das Wimmern verantwortlich war, sondern ein Rehkitz, das in etwa drei Meter Tiefe feststeckte.
Auf allen Vieren sei er gerade so an den Hinterlauf des Tieres gekommen. Vorsichtig habe er es zu sich gezogen und ihm dann eine Pferdedecke über das Haupt gelegt. Flörke: „Das Kitz war wie in Schockstarre.“ Äußere Verletzungen habe er nicht festgestellt, weshalb er das Jungtier schnellstmöglich auf einer nahegelegenen Wiese frei ließ. Nach wenigen Sekunden sei es aufgestanden und in den Wald geflüchtet. Flörke geht fest davon aus, dass sich Ricke und Kitz schnell wiedergefunden haben.
MH