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Kitz aus Ortschaft gerettet

Der Jäger vermutet, dass das Kitz durch freilaufende Hunde von seiner Mutter getrennt wurde.


Eine besorgte Anwohnerin war auf das kläglich jammernde Kitz vor ihrem Haus aufmerksam geworden. Da die Frau Angst hatte, es würde auf die Hauptstraße laufen, rief sie die Traunreuter Polizei an. Diese verständigte in der Folge den zuständigen Jagdpächter Martin-Michael Mayer.

Allerdings war die Anruferin besorgt, der Waidmann würde kommen und wegen ihrer Meldung das Jungtier erschießen. So benachrichtigte sie zusätzlich eine Tierschützerin. Diese stand dann, nach Aussage von Mayer gegenüber jagderleben, auch schon auf dem Hof als er ankam: "Sie wollte das Kitz in einen Katzenkorb setzen und es dann aufziehen." Der Revierinhaber und seine Lebensgefährtin verhinderten das jedoch, indem sie der Anwohnerin ihre Angst nahmen.

Vor den Augen der Frau fingen sie das Stück behutsam ein. Um dabei den Kontakt zur menschlichen Witterung möglichst zu vermeiden, trugen sie Handschuhe. Da der Jäger ahnte, wo die Geiß ihren Einstand hatte, brachten sie das rufende Kitz dort hin. Schon nach kurzer Zeit erschien die Mutter und nahm das Junge gesund und munter wieder mit sich.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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