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Kitz enthauptet aufgefunden: Jäger gehen von Wilderei aus

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Freitag, 17.06.2022 - 15:53
Kitz-verendet-Feld © ©Mike Bender - stock.adobe.com
Der aktuelle Fall von Wilderei ist nicht der erste in der Gegend (Symbolbild).

Am Montag, den 13. Juni, hat ein Jäger ein enthauptetes Kitz auf einer Straße bei Weiterndorf im Landkreis Ansbach, Bayern, gefunden. Andreas Besch, der Pächter des angrenzenden Reviers Müncherlbach ist, erklärte gegenüber der Redaktion, dass er grade auf dem zur Arbeit gewesen sei, als er in dem Revier seines Bekannten das Wildtier mitten auf der Straße fand. „Ich habe angehalten, den Wildkörper aufgenommen und an den Fahrbahnrand transportiert. Das Haupt war auf Höhe der Schultern scharf abgetrennt. Der Wildkörper war nicht kalt und hatte keine Leichenstarre“, schildert der Jäger.

Das Kitz sei maximal zwei Wochen alt gewesen und habe keine weiteren Verletzungen aufgewiesen. Andreas Besch habe daraufhin den Nachbarpächter informiert. Dieser verständigte die Polizeiinspektion Heilsbronn. Am Abend habe Andreas Besch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Die beiden Männer gehen momentan von Wilderei aus.

Trächtige Ricke getötet

Andreas Besch ist nach eigener Aussage persönlich von Wilderei betroffen. Am 12. Mai vergangenen Jahres fand er in seinem Revier eine im Wundbett sitzende Ricke. Neben ihr lag ein frisch gesetztes Kitz, das bereits verendet war. Andreas Besch erlöste die Ricke, da es sich abzeichnete, dass das stark abgekommene Stück ebenfalls verenden würde. Nachdem er das Tier aufgebrochen und aus der Decke geschlagen hatte, fand Andreas Besch im Schultergelenk eine Schusswunde. Das bereits ältere Hämatom befand sich in Auflösung. Eine schwere, lokale Infektion war zu erkennen. Im winzigen Einschuss von der Größe eines Kleinkaliberprojektils, der von außen nicht zu erkennen war, befanden sich Bleifragmente. Der Fall konnte bisher nicht aufgeklärt werden.


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