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Kirrungen sind notwendig

Die Untersuchungen des Wildmeisters belegen, dass Kirrungen wesentlich zur Reduzierung der Schwarzwildbestände beitragen. Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks

Als Betreuer der Wildsammelstelle des Kreises Altenkirchen, gingen aufgrund des Schweinepest-Monitorings alle Schwarzkittel durch seine Hände. Dem Wildmeister kam die Idee, je Sau zehn Fragen zu beantworten. Über die Jahre sammelte sich eine ansehnliche Datensammlung über Jahreszeit, Wetter, Treffersitz, Jagderfolg usw. an. Heraus kam: Der Großteil wurde zwischen Oktober und Dezember erlegt, etwa 25 Prozent im Frühjahr.
Die Bejagung an Kirrungen spielte hierbei mit 54 Prozent eine sehr große Rolle. Die Sauen kamen überwiegend durch einen guten Schuß zur Strecke. Negativ fiel Hilpisch auf, dass Jäger offenbar keine Ahnung bei Altersbestimmung und Ansprechen von Wildschweinen haben: "Der Altersdurchschnitt betrug 2,1 Jahre", so Hilpisch gegenüber der Siegener Zeitung. Frischlinge und Überläufer nahm der Berufsjäger dabei aus. Vermisst habe er "eine wissenschaftliche Begleitung der Sammelstelle...". Schließlich seien Wildsammelstellen nichts neues und bereits vor 15 Jahren in der linksrheinischen Region entstanden.
Bettina Diercks