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Kinder verbannt,Fleischesser gehauen

Kinder auf Entdeckungstour mit einem Jäger (Symbolbild). Foto: N. Feith


Wie der Bauernverband Schleswig-Holstein berichtet, stören sich die Behördenvertreter an der „intensiven Waldnutzung“ durch den Nachwuchs des Bokhorster Waldkindergartens. Einerseits störe der Lärm Wildtiere und zum anderen würde der Waldboden verdichtet. Ebenso fehle eine baurechtliche Genehmigung für einen Bauwagen, in dem die Kinder Unterschlupf finden. Weder die Leitung der Einrichtung, noch der Waldbesitzer, Harry von Bülow, können den Entschluss des Landkreises nachvollziehen. „Das ist vollkommener Quatsch“, sagte er im Gespräch mit jagderleben. Bei der bisher genutzten Fläche handelt es sich um einen üblichen Buchen-Altholz-Bestand, der zwar schön, aber nicht „besonders schützenswert“ sei. In der Konsequenz müsste man nun allen Erholungssuchenden ein striktes Wegegebot auferlegen. Um die Wogen zu glätten, soll in der kommenden Woche ein Ortstermin mit allen Beteiligten abgehalten werden. „Ich bin gespannt, was da rauskommt“, so Bülow. Eine Stellungnahme des Kreises lässt vermuten, dass durch das Umstellen des Bauwagens eine Einigung gefunden werden könnte.
Ein ebenso unabsehbares Ende hatte die Bahnrückreise vom Traunsteiner Frühlingsfest für acht Jugendliche am vergangenen Sonntag (10. Mai). Zwei von ihnen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren aßen einen fleischhaltigen Mitternachtssnack. Das ging einem 29-jährigen Vegetarier aus Stuttgart offenbar dermaßen gegen den Strich, dass er die beiden ohrfeigte und mit einem Messer bedrohte. In Bad Endorf stiegen die Geschädigten aus und informierten die Polizei. Aufgrund der detaillierten Personenbeschreibung konnten dann Beamte der Bundespolizei den Täter in Rosenheim festnehmen. Er wird sich nun wegen Körperverletzung und Bedrohung strafrechtlich verantworten müssen.
BS