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"Killer-Robbe" frisst Seehunde

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Montag, 03.11.2014 - 01:00
Ein Kegelrobben-Bulle: Das größte Raubtier in Deutschland. Foto: R. Blädel © R. Blädel
Ein Kegelrobben-Bulle: Das größte Raubtier in Deutschland. Foto: R. Blädel

Medienberichten zur Folge sorgt seit einiger Zeit eine männliche Kegelrobbe für Aufregung. Bestürzt sind demnach etliche Menschen, da das Tier Jagd auf artverwandte und deutlich kleinere Seehunde macht.
Ausgelöst wurde der ganze Rummel, als ein Beutezug des Tieres während einer Führung von Teilnehmern beobachtet wurde – natürlich nicht ganz unblutig. Es handle sich um einen schokoladen-braunen Bullen, der noch nicht ganz ausgewachsen sei, bestätigte der Seehundjäger Rolf Blädel die Vorkommnisse gegenüber der Redaktion. Keineswegs sei das Verhalten aber so unnatürlich: „Es ist ein Raubtier, das macht was es machen soll“, relativierte er die aktuelle Berichterstattung und erklärte weiter: „Auch wenn es hierzulande noch nicht bekannt war.“ Für die zu Rate gezogenen Experten aus Schottland, die am meisten Erfahrung mit diesen Tieren haben, ist ein derartiges Geschehen nichts Neues, versicherte er. Bestätigen konnte man den Meeressäuger zuletzt im April und Juli 2013. Dieses Jahr ist er im August aufgetaucht. Seit dem verweilt er an einer Landzunge weit ab von Besucherstränden, wo er täglich einen Seehund reißt. „Von denen frisst er aber nur das Beste“, so der erfahrene Seehundjäger.
MH