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Keiner will Windkraft im Wald

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Sonntag, 13.11.2016 - 01:10
Groß, laut, zerstörerisch: Immer mehr Menschen sind die riesigen Anlagen ein Dorn im Auge. Foto: Michael Migos © Michael Migos
Groß, laut, zerstörerisch: Immer mehr Menschen sind die riesigen Anlagen ein Dorn im Auge. Foto: Michael Migos

Besonders eindeutig ist die Ablehnung der Bürger im Osten der Republik: Dort sind sogar 87 Prozent gegen den Ausbau von Windenergie, wenn dafür Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden.
In den östlichen Bundesländern halten nur magere fünf Prozent den Bau von Windenergieanlagen überhaupt für vertretbar. Im Westen sind es lediglich zwölf Prozent der Befragten.
Die Umfrage wurde Ende Oktober durchgeführt und von der Deutschen Wildtier Stiftung in Auftrag gegeben. Danach sagen 67 Prozent aller Befragten, dass für sie im Zweifelsfall der Schutz von Vögeln und anderen Tieren Vorrang vor dem Bau von Windkraftanlagen haben soll. Die Öffnung des Waldes führe zu einer Gefährdung seltener Arten.
Untersuchungen hätten ergeben, dass Jahr für Jahr allein in Deutschland beispielsweise 250.000 Fledermäuse und über 12.000 Greifvögel Windenergieanlagen zum Opfer fallen. „In einer Höhe von knapp 200 Metern überstreichen die Rotoren moderner Windenergieanlagen eine Fläche in der Größe eines Fußballfeldes – mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 Kilometern pro Stunde“, macht Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, deutlich. Seltene Vogelarten wie Wespenbussard, Seeadler, Baum- oder Wanderfalke würden von den Rotorblättern erschlagen. „Windkraft um jeden Preis kann nicht das Ergebnis der Energiewende sein“, betont Vahrenholt.
Die jüngste Befragung hat außerdem herausgefunden, dass es der Bevölkerung weniger um persönliche Befindlichkeiten geht, sondern um die Natur: Auf die Frage, ob sie sich durch Windenergieanlagen im Wald gestört fühlen, antworteten 43 Prozent mit „Ja“. Die Zahl ist im Vergleich zu 2015 gleich geblieben.
PM