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Keine Zeit zum Trauern

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Mittwoch, 23.01.2013 - 15:56
Was viele fordern, ist längst gängige Praxis: kein Alkohol bei der Jagd. Foto: Sven-Erik Arndt © Sven-Erik Arndt

Vergangene Woche ereigneten sich gleich zwei tragische Jagdunfälle. Im Neckar-Odenwald-Kreis (Baden-Württemberg) wurde ein 60-Jähriger tödlich getroffen, in Niederösterreich (NÖ) ein 21-jährigen Treiber beide auf Drückjagden. Was genau in Baden-Württemberg geschah, ist weitestgehend unklar. Die Polizei gibt keine Auskünfte.
Mehr weiß man über das Geschehene aus dem Bezirk Mistelbach (NÖ): Ein leicht alkoholisierter (0,5 Promille) 55-jähriger Jäger gab den tödlichen Schuss ab. Er übersah den jungen Mann, der während der Schussabgabe von Büschen verdeckt war.
Während sich in Deutschland die Jagdgegner in dubiosen Foren menschenverachtend äußern, fordert der Österreichische Tierschutzverband eine gesetzliche Null-Promille-Grenze, psychologische Tests und regelmäßige Augenkontrollen. Für den Oberösterreichischen Landesjägermeister, Josef Brandmayr, gehen diese Forderungen zu weit, wie der Österreichische Rundfunk (ORF) berichtet. Es werde trotz eines Alkoholverbotes keinen Garantieschein geben, dass keine Jagdunfälle mehr geschehen. Auch, weil der Großteil der Jägerschaft bereits auf Alkohol bei der Jagdausübung verzichtet.
BS