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Keine wolfsfreien Zonen in Brandenburg

Der Bauernbund Brandenburg fordert Wolfsfreie Zonen (Symbolbild).


Der Bauernbund Brandenburg fordert bereits seit Längerem wolfsfreie Zonen und Schutzjagden nach skandinavischem Vorbild im Land. Wie in einer aktuellen Pressemitteilung erklärt wird, sollen sich diesem Wunsch nun auch mehrere Kommunen angeschlossen haben. Demnach haben sich bereits neun Städte und Gemeinden in Brandenburg zu wolfsfreien Zonen erklärt. Dem erteilt das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) des Landes Brandenburg auf Nachfrage der Redaktion eine deutliche Absage. Derartige Zonen seien weder rechtlich, noch praktisch umsetzbar, so ein Sprecher des MLUL. Außerdem würde man das Problem nur verschieben. Man versuche derzeit allerdings den Bund zu überzeugen, Bewegung in das Thema Wolf zu bekommen. Der günstige Erhaltungszustand solle überprüft werde und die Entnahmemöglichkeiten von Problemtieren vereinfacht.

Landesjagdverband spricht sich gegen wolfsfreie Zonen aus

Auch der Landesjagdverband äußert sich kritisch zum Thema wolfsfreie Zonen. Gegenüber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ erklärte ein Sprecher des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V., man lehne wolfsfreie Zonen ab, da diese nicht mit dem demokratischen Gemeinwesen vereinbar sei. Für genauere Auskünfte gegenüber der Redaktion war beim Jagdverband niemand zu erreichen. 

Eine der Gemeinden, die sich der Aktion angeschlossen haben, ist Gransee. Amtsdirektor Frank Stege erklärte gegenüber der Redaktion, man sei sich bewusst, dass die Erklärung zur wolfsfreien Zone keine formalen Auswirkungen habe. Vielmehr sei es eine Art plakativer Hilferuf, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Wolfspopulation gesteuert werden müsse. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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