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Keine "unangebrachte Willkommenskultur"

Geeigneter Herdenschutz gegen Großraubtiere kann enorme Kosten verursachen (Symbolbild). Foto: Reinhard Schneider © Reinhard Schneider
Geeigneter Herdenschutz gegen Großraubtiere kann enorme Kosten verursachen (Symbolbild). Foto: Reinhard Schneider © Reinhard Schneider

Geeigneter Herdenschutz gegen Großraubtiere kann enorme Kosten verursachen (Symbolbild). Foto: Reinhard Schneider

Der Verbandsausschuss des BLHV hat ein Positionspapier gegen die Wiederansiedlung der Großraubtiere verabschiedet. Er begründet dies im Fall der Katzen damit, dass diese als streng geschützte Art zwangsläufig Konflikte mit der Land- und Forstwirtschaft hervorrufen würde.
Würde z.B. eine Luchsin im Wald eines Bauern ihre Jungen groß ziehen, könnte ein geplanter Holzeinschlag oder Waldwegebau vielleicht nicht durchgeführt werden. Um das zu klären müsste der Eigentümer sein Vorhaben auf eigene Kosten, im Rahmen einer FFH-Verträglichkeitsprüfung, durch ein teures Sachverständigengutachten prüfen lassen. Der Verband fordert deshalb, dass die Oberste Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission Arbeitsweisen auflistet, die dann auch ohne Gutachten durchführbar wären. Außerdem verlangt er, die betroffenen Grundeigentümer in Entscheidungen zu diesem Thema verstärkt miteinzubeziehen.
Des Weiteren verurteilt der Interessenvertreter der badischen Landwirte die illegale Auswilderung von Wölfen aufs Schärfste. Denn der BLHV sieht keine Möglichkeit die kleinstrukturierten Herden, z.B. im Bereich des Schwarzwaldes, ausreichend zu schützen. Einerseits sei die Zäunung in den Steilhanglagen technisch nicht realisierbar, andererseits würden die bekannten Abwehrmaßnahmen bei vorhandener Struktur zu viel kosten.
Die Bauern gehen davon aus, dass sie ihre Herden nicht halten können, sollten die Fleischfresser in Baden-Württemberg ansässig werden. Damit könnten Landstriche zuwachsen und Offenlandarten aussterben. Die Agrarier fordern deshalb, Pinselohren und Grauhunde, die Nutztiere reißen, unbürokratisch zum Abschuss freizugeben.
PM/RW