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Keine Spur vom Täter

Die erschossene Luchsin. Foto: Polizei © Polizei

Insgesamt wurden von Organisatoren und privat Personen fast 20.000 Euro für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgelobt worden. Dennoch gibt es keine heiße Spur: "Es konnten keine Täter ermittelt werden", so die Staatsanwaltschaft.
Kritik kommt jetzt unter anderem vom Ökologischen Jagdverband (ÖJV) sowie von der Gregor Louisoder Umweltstiftung. Die gesamte Ermittlungsarbeit zeige (aufgrund fehlender Spurensicherung durch die Kriminalpolizei, verspätete Anzeige und viel zu lange Untersuchungszeiträume), dass die Verfolgung von Naturschutzkriminalität neu organisiert werden müsse. In einer gemeinsamen Pressemitteilung werfen sie dem Umwelt- und Innenministerium Unvermögen vor: "Die bisherige Behördenstruktur ist offensichtlich überfordert", heißt es.

Die trächtige Luchsin war am 8. Mai tot im Bereich des Silberbergs (Bodenmais) aufgefunden worden (wir berichteten hier). Der Forstbetrieb Bodenmais erstattete daraufhin Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Todesursache sei laut Landeskriminalamt München ein Beschuss mit üblichem Jagdschrot aus zirka 35 Metern gewesen. Die Luchsin könnte diesem Gutachten zufolge noch rund 1.000 Meter gegangen sein, bevor sie verendete.

MW/BS

Quelle: www.jagderleben.de