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Keine Sonderrabatte für Landesförster mehr

admin
am
Mittwoch, 14.12.2016 - 14:50
Umweltminister Jost (Bildmitte) 2015 beim Besuch einer Jagd im Landesbetrieb SaarForst. Foto: SaarForst Landesbetrieb © SaarForst Landesbetrieb
Umweltminister Jost (Bildmitte) 2015 beim Besuch einer Jagd im Landesbetrieb SaarForst. Foto: SaarForst Landesbetrieb

Nach übermäßigem Erwerb von Wildfleisch durch drei Förster des Saarforst-Landesbetriebes (wir berichteten hier) hat nun der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) Konsequenzen gezogen. Künftig erhalten die staatlichen Forstbediensteten für von ihnen erlegtes Wild keinen Sonderrabatt von 30 Prozent gegenüber den Großhandelspreisen mehr. Sie zahlen dann für das Kilogramm Rehwild in der Decke 3,50 Euro und für Schwarzwild in der Schwarte zwei Euro pro Kilogramm, Privatkunden zahlen einen höheren Preis.
Bei zwei der beteiligten Förster wurde außerdem die unentgeltliche Jagderlaubnis für alle (!) Saarforst-Eigenjagdbezirke widerrufen, denn dies überstieg die vorgeschriebene maximale Revierfläche von 100 Hektar für einen Erlaubnisschein. Beschränkt hat der Minister auch die Bewirtungskosten bei Gesellschaftsjagden des Landesbetriebs. Danach dürfen pro Tag und Kopf höchstens 24 Euro ausgegeben werden. Der Rechnungshof hatte nämlich beanstandet, dass 2014 für 80 Jagdteilnehmer 2.675 Euro in einem Restaurant gezahlt wurden.
Günther Klahm