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Keine Nachtjagd im Forstamt Saupark – Wild braucht auch Ruhe

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Montag, 08.02.2021 - 12:20
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Schalli-Merlin35-Schuetze © Florian Standke
Bislang wird im Forstamt Saupark auf den Einsatz von Nachtsichttechik verzichtet.

Ende Januar wurde per Verordnung das niedersächsische Jagdgesetz geändert. Seitdem ist es Jägern erlaubt Nachtsichttechnik in Form künstlicher Lichtquellen bei der Schwarzwildbejagung einzusetzen. Auch dürfen sie ab sofort Nachtsichtvor- und Nachtsichtaufsatzgeräte verwenden. Das Forstamt Saupark (Springe/ Niedersachsen) verzichtet bislang auf einen Einsatz der modernen Technik in den Revieren. Der Grund: Im Forstamt herrscht Nachtjagdverbot.

Wie Alexander Ahrenhold, Pressesprecher des Forstamts, gegenüber der Redaktion erklärt, ist eine ständige Beunruhigung des Wildes durch die Nachtjagd extrem kontraproduktiv. Die Unruhe wirkt sich beispielsweise auch auf das vorherrschende Rotwild aus. Dieses wechselt dann nicht mehr von den Einständen zu den Äsungsflächen, sondern bleibt im Bestand und beginnt zu schälen.

Dennoch merkt der Pressesprecher an, dass Nachtsichttechnik vor allem in Feldrevieren und in verantwortunsgbewussten Händen ein geeignetes Mittel zur intensiven Schwarzwildbejagung sein kann. Die Technik kann helfen, Wild besser anzusprechen und sicher zu erlegen.

Die momentane Jagdstrategie des Forstamtes ermöglicht es, das Schwarzwild bei Büchsenlicht zu erlegen. Denn auch Wildschweine würden auf nächtlichen Jagddruck reagieren und heimlicher werden. Der größte Teil der jährlichen Schwarzwildstrecke erfolge über Drückjagden. Hierbei werden etwa 50 Prozent der Jahresjagdstrecke des Schalenwildes erlegt. Auch dies spiele bei der Entscheidung des Forstamtes hinein. „Sollte die ASP in der Region ausbrechen, so werden sich die Spielregeln natürlich ändern und wir werden die Maßnahmen anpassen und sicherlich auch auf die Nachtsichttechnik zurückgreifen“, erklärt Ahrenhold abschließend.


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