Home News Keine Mehrheit für den Wolf

Keine Mehrheit für den Wolf

Wiederkehrer: Dieser Wolf wurde Anfang April im Südwesten Niedersachsens fotografiert. Foto: Günther Niehaus


Der WWF hatte nämlich im Januar in einer repräsentativen Befragung herausgefunden, dass 71 Prozent der insgesamt 1030 Interviewten sich über die Rückkehr des Wolfes freuen würden. Bei der Umfrage des zuständigen Bundesamtes befürworteten hingegen nur 44 Prozent der über 2000 befragten Bürgerinnen und Bürger eine weitere Ausbreitung von Isegrim. Ähnlich schlecht wie der Wolf schnitt der Waschbär (48 Prozent) ab. Allgemein scheinen rückkehrende heimische Wildtiere den Deutschen aber sehr willkommen zu sein. So sind Biber (67 Prozent Zustimmung), Luchs (64 Prozent) und Wildkatze (63 Prozent) sehr beliebt. Die seit 2009 im zweijährigen Turnus erstellte Naturbewusstseinsstudie befasst sich mit der Einstellung der Bundesbürger zur Natur.
Erstmals wurde auch auf die Thematik „Wildnis“ eingegangen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD): "Wilde Natur ist nicht nur für Tiere und Pflanzen unverzichtbar, sondern auch für uns Menschen. Die Deutschen sind Naturliebhaber." Demnach würde fast jeder zweite Deutsche mehr „Wildnis“ bzw. sich selbst überlassene Flächen begrüßen. Gewünschte Areale seien vor allem Wälder, Moore und Flusslandschaften. Laut der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ strebt die Bundesregierung an, dass bis 2020 zwei Prozent der Fläche Deutschlands sich selbst überlassen sein soll.
Interessantes Detail am Rande: 61 Prozent der Befragten gaben an, dass Jägerinnen und Jäger Verantwortung für den Erhalt schützenswerter Landschaftselemente übernehmen sollten. Ob es sich dabei um einen guten oder schlechten Wert handelt, liegt im Auge des Betrachters.
MW


Die Studie im Wortlaut finden Sie hier.