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Keine Käfighaltung mehr

Die Käfighaltung von Großraubtieren wurde in Namibia verboten. Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks

Namibia hat strenge Regeln zur Haltung von großen Raubtieren erlassen. Tabu ist ab jetzt, große Raubtiere wie Löwe, Leopard, Gepard, Braune Hyäne, Tüpfelhyäne und afrikanischer Wildhund in kleinen Käfigen oder Gehegen als Touristenattraktion zu halten. Die genannten Wildarten gelten in Namibia als geschützt. Unter das neue Gesetz fallen auch die Kastenfallen. Von jetzt an müssen darin gefangene Raubtiere sofort wieder freigelassen oder getötet werden.
Möglich ist außerdem, innerhalb von drei Tagen ein sogenanntes Rehabilitationszentrum zu informieren und das Wildtier abholen zu lassen. Dies wiederum geht nur mit Zustimmung des Umweltministeriums. Zudem müssen die Zentren künftig einen Tierarzt einstellen. Maximal drei Monate dürfen ausgewachsene Raubtiere in dem Reha-Betrieb bleiben, Jungtiere bis zu anderthalb Jahre. Gesetzlich vorgeschrieben ist, die Wildtiere dann an derselben Stelle auszusetzen, wo sie gefangen wurden oder – mit Genehmigung – sterilisiert in Gefangenschaft zu halten. Pro Raubtier ist ein Hektar Auslauf vorgeschrieben. Besucher dürfen nicht mit den Tieren in Kontakt treten können.
Bettina Diercks