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Keine grüne Gesetzesnovelle

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Montag, 08.06.2015 - 02:00
Minister Meyer will zunächst am "alten" Recht festhalten. Foto: ML Niedersachsen © ML Niedersachsen
Minister Meyer will zunächst am "alten" Recht festhalten. Foto: ML Niedersachsen

Protest gab es erst im April. Mehrere Jäger und Grundeigentümer reichten gegen die Jagd- und Schonzeitenverordnung Klage ein (wir berichteten hier). Nun ist Schluss mit weiteren Korrekturen. Das Landesjagdgesetz soll in dieser Legislaturperiode nicht mehr geändert werden. Mit dieser Aussage zitiert die "Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)" Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne). Die im rot-grünen Koalitionsvertrag festgelegten Punkte seien durch die neue Verordnung und die beabsichtigte Intervalljagd bereits erfüllt. Man wolle keine ideologischen Debatten um Jagd und Naturschutz führen, so die HAZ. Laut Meyer habe sich das alte Jagdgesetz bewährt. Drei Änderungswünsche in Sachen Sicherheit und Arbeitsschutz bei der Jagd, sowie Anpassungen an das Bundes- und EU-Recht äußerte er dennoch. Aber alles "im Dialog mit den Jägern". Konkret spricht der Minister von technischen Neuerungen: Er plant das Schalldämpferverbot aufzuheben. Wie die Zeitung weiter schreibt, sollen Jagdscheininhaber ihre Fertigkeiten durch mehr Schießübungen ausbauen. Ebenso beabsichtigt Meyer die Einführung bleifreier Munition über die Grenzen der Landesforsten hinaus zu erweitern. Allerdings will er den Jägern für diese Umstellung genug Zeit lassen.
NJ