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Keine Greifvogel-Falle

April 2013: Ein Polizist nimmt die Anlage in Augenschein. Foto: CABS © CABS

Gefunden wurde die Reviereinrichtung von Mitarbeitern des „Komitees gegen Vogelmord“. Sie hatten geglaubt, dass es sich bei der Anlage um eine Falle handelt, mit der Greifvögel bejagt wurden. Ihre Entdeckung wurde zur Anzeige gebracht und im Juni vor dem Amtsgericht Krefeld verhandelt. In erster Instanz wurde der Jäger zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 50 Euro verurteilt. Dagegen wehrte sich der 64-Jährige und legte Rechtsmittel ein. Er gab an, dass es sich bei der „Falle“ lediglich um eine Voliere handeln würde.
Am vergangenen Dienstag (27. Oktober) folgte der nächste Termin am Landgericht. Dabei wurde auch ein Sachverständiger gehört. Dieser gab bei der Verhandlung an, dass man mit dem löchrigen Bauwerk überhaupt keine Raubvögel hätte fangen können. Für Staatsanwaltschaft und Richter war damit die Sache klar: Freispruch. Woher die Kadaver eines Habichts und eines Kaninchens stammen, die sich in der Anlage befanden, konnte abschließend nicht geklärt werden. Das Urteil ist indes rechtskräftig.
BS