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Keine Gebühr für Trichinenschau schwacher Stücke

Die angestrebte Regulierung der Bestände macht eine frühzeitige Bejagung von Frischlingen notwendig. <div align="right">Foto: Erich Marek</div>


Für die Trichinenuntersuchung von Schwarzwild mit weniger als 20 Kilo Körpergewicht zahlen die Jäger in Hessen keine Gebühren mehr. Darauf hat das hessische Umwelt- und Verbraucherschutzministerium hingewiesen.
Der für Forsten zuständige Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) verwies in einer Pressemitteilung darauf, dass die Landkreise und kreisfreien Städte die bisherige Trichinenschaugebühr von 12,74 Euro pro Stück Schwarzwild seit Dezember 2009 übernommen haben. Dies war allerdings bisher unter den hessischen Jägern kaum bekannt. Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dietrich Möller, begrüßte es ausdrücklich, dass die Landesregierung nun eine langjährige Forderung des LJV erfüllt habe. Damit würdigten das Umwelt- und Verbraucherschutzministerium und die Landkreise auch die Bemühungen der Jäger, dem Ausbruch der Schweinepest durch eine nachhaltige und scharfe Bejagung der Schwarzkittel vorzubeugen, sagte Möller.
Im Jagdjahr 2008/2009 wurde in Hessen mit rund 78000 Wildschweinen (einschließlich Fallwild) eine Rekordstrecke erzielt. Staatssekretär Weinmeister rief die hessischen Jäger zugleich auf, das Schwarzwild weiterhin intensiv zu bejagen. Die Wildschweinpopulation nach wie vor sehr groß. Zudem hätten sich Fälle von Schweinepest bei Wildsauen der hessischen Landesgrenze bedrohlich genähert. "Der Wegfall der Kosten der Trichinenuntersuchung schafft für die Jäger Anreize, auch Frischlinge verstärkt zu jagen. Da diese für die Schweinepest besonders anfällig sind, ist die verstärkte Frischlingsbejagung für die Schweinepest-Seuchenprävention von enormer Bedeutung", sagte Weinmeister. ROE