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(K)ein Umweltkrimi...

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Samstag, 06.08.2016 - 02:10
Auch Präparate von Greifen befanden sich in den Kisten. Foto: Anna L. Kaufmann © Anna L. Kaufmann

Die aufmerksame Frau hatte während ihres Spaziergangs beobachtet, wie eine Autofahrerin etliche Plastikboxen entlud und diese 15 Meter in einen Feldweg hinein verbrachte. In der Überzeugung, eine Umweltfrevlerin überführt zu haben, ging die Spaziergängerin ihrer Bürgerpflicht nach und informierte die Polizei. Eine örtliche Streife überprüfte daraufhin den Hinweis und fand die beschriebenen Kisten. Wird sonst jedoch meistens Hausmüll oder Bauschutt entsorgt, erwartete die Polizei im Inneren der Boxen dieses Mal eine Überraschung: Neben einem ausgestopften Dachs fanden sich noch weitere Tierpräparate, sowie Geweihe, Felle und Knochen von verschiedenen Tierarten. Auch zwei massive und frische Baumstücke, die Spuren eines Bibers aufwiesen, konnte sichergestellt werden. Für die Beamten war klar, hier musste entweder ein Jäger oder ein Sammler die mittlerweile ungeliebten Stücke entsorgt haben. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, Hinweise zur Ergreifung der Täterin zu geben. Doch schon kurze Zeit später kam dann das Aha-Erlebnis.
Weder wollte sich hier ein Jäger von seiner Sammlung trennen, noch eine entnervte Ehefrau die Jagdtrophäen ihres Mannes heimlich loswerden. Die Expontate stammten vom Bundesforst und bei der gesuchten Frau handelte es sich nicht um eine Umweltfrevlerin, sondern sollte diese nur ein Ferienprogramm für Schulkinder mit der Jägerkameradschaft Auerbauch vorbereiten. Die Polizeiinspektion stellte darauhin ihre Ermittlung in diesem Umweltkrimi ein und übergab die Plastikboxen samt Inhalt den rechtmäßigen Besitzern.
KN