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(K)ein Tabu mehr?

Diesem Landschaftsbild steht offenbar nichts mehr entgegen. Foto: Steffen Recke/pixelio.de © Steffen Recke/pixelio.de

Schon nach dem einleitenden Referat eines Anwalts der einladenden Kanzlei war klar, in Brandenburg stehen die Zeichen überdeutlich für Windkraftanlagen (WKA) im Wald. Die Kanzlei ist auch spezialisiert auf Planverfahren, Anlagenplanung und zulassung von WKA sowie Biogas- und Photovoltaikanlagen. Lediglich aus naturschutzfachlicher Sicht gibt es von Seiten des MUGV gewisse Einschränkungen. Dort steht man auf dem, auch aus Sicht des Landesjagdverbandes vernünftigen Standpunkt, dass allenfalls monotone Kiefernforste als Standorte für solche Anlagen in Frage kommen. Erstaunlich war, wie eindeutig sich auch Waldbesitzerverband und Politik pro WKA im Wald positionierten. Da ging es nur noch um Zahlen, nicht mehr um die Frage, ob WKA im Wald vernünftig sind. 2000 Euro pro Jahr und pro Hektar wurden Waldbesitzern in Aussicht gestellt, wenn sie der Errichtung von WKA in ihrem Wald zustimmen. Bei ca. 450 000 Euro an Einspeisevergütung pro Jahr und Anlage relativiert sich dieser Betrag allerdings wieder.
Die Frage, wie viele CO2-produzierende Kraftwerke aufgrund der vielen WKA in Brandenburg schon abgeschaltet werden konnten und wie viele es in der Zukunft sein werden, blieb unbeantwortet. Ebenso unbeantwortet blieb die Frage einer Kreistagsabgeordneten aus Potsdam-Mittelmark, die wissen wollte, weswegen Brandenburg Windstrom über den eigenen Bedarf zum Export produzieren will und damit solche Länder und vor allem deren Bevölkerung vor den ungeliebten Windmühlen schützt, die WKA eher restriktiv genehmigen. HDP