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Kein Schadenersatz für erschossenen Rottweiler

Rottweiler: Ein Jäger hat einen Rassehund wie diesen beim Wildern beobachtet und erschossen. Foto: pepsprog/pixelio.de © pepsprog/pixelio.de

Das Amtsgericht Kaufbeuren (Bayern) wies am 4. Juli die Klage eines Hundehalters gegen einen Jäger ab. Er hatte einen Rottweiler beobachtet, der in einem Waldstück bei Seeg im Ostallgäu ein Reh hetzte. Daraufhin erschoss der Jäger das Tier. Der Hundehalter hatte ihn auf 2.000 Euro Schadenersatz verklagt.
Bauern und Waldarbeiter hatten als unabhängige Zeugen bestätigt, dass der Hund tatsächlich gewildert und einem Reh gnachstellte. Nach Auffassung des Gerichts hätte die Lebensgefährtin des Klägers besser auf den nicht angeleinten Hund aufpassen müssen. Der Besitzer hingegen stritt immer wieder ab, dass sein Hund gewildert habe. Nun muss er auch die Prozesskosten tragen. Der Richter gab dem Jäger Recht: Nach dem Jagdgesetz sei der Abschuss eines wildernden Hundes durch einen Jäger zulässig, auch wenn es sich um einen Rassehund handele.
PB