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Keiler verletzt zwei Jäger

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Mittwoch, 29.09.2010 - 12:09
Weil der Keiler nur drei Läufe hatte, konnte er offenbar vor der Erntemaschine nicht fliehen. Deutlich zu erkennen: Die Verwundung durch den Häcksler am Wurf. Foto: Karsten Schönewald © Karsten Schönewald
Weil der Keiler nur drei Läufe hatte, konnte er offenbar vor der Erntemaschine nicht fliehen. Deutlich zu erkennen: Die Verwundung durch den Häcksler am Wurf. Foto: Karsten Schönewald

Ein 100-Kilo-Keiler hat in Groß Schneen (Lkr. Göttingen/ Niedersachsen) einen Jäger schwer verletzt. Der Unfall passierte bei der Maisernte. Der Häckslerfahrer hatte das Wildschwein mit seiner Erntemaschine erfasst und dabei den Wurf aufgeschlitzt, woraufhin die Sau zurück in den verbliebenen Mais flüchtete. Drei hinzu gerufene Jäger stellten in der Folge den Schlag ab. Unvermittelt nahm der Keiler dabei zwei der Jäger an.
Ein 68-Jähriger stürzte durch die Attacke zu Boden. Aus seiner Waffe löste sich versehentlich ein Schuss und traf einen in 200 Meter Entfernung vorbei fahrenden Lastkraftwagen auf der Bundesstraße 27. Das Projektil wurde später im hinteren Teil des Führerhauses entdeckt. Der Keiler verletzte noch einen 63-Jährigen am Bein, bevor er von dem 38-jährigen Mitpächter des Revieres erlegt wurde.
Der verwundete Jäger musste im Krankenhaus operiert werden. Laut Polizeidirektion Göttingen wurden auf Anordnung des Amtsgerichts Waffen und Munition der drei Jäger beschlagnahmt. Außerdem ermittelt die zuständige Polizei wegen "gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr". Bettina Diercks