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Keiler attackiert Skifahrerin

Nach einer mehrstündigen Nachsuche konnte der Keiler erlegt werden.


Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet wurde an Heiligabend eine Skifahrerin im Skigebiet Ofterschwang/Gunzesried (Landkreis Oberallgäu, Bayern) von einem Wildschwein angegriffen. Laut Heinrich Schwarz, Vorstand des Kreisjagdverbands Oberallgäu habe der Keiler die Frau direkt auf einer Skipiste angegriffen. Sie habe glücklicherweise nur leichte Verletzungen am Bein davongetragen und selbstständig noch zur Talstation des Skilifts fahren können. Die Liftbetreiber hätten nach dem Bericht der Zeitung dann die Jägerschaft hinzugezogen. Diese suchte den Keiler nach.

Alte Verletzung

Ein an der Aktion beteiligter Berufsjäger erklärte gegenüber der Redaktion, dass die Nachsuche etwa drei Stunden gedauert hätte. Der Keiler sei durch ein Bachbett geflüchtet, was die Suche zusätzlich erschwerte. Ein Langläufer habe dann den entscheidenden Hinweis geliefert, der zur Erlegung führte. Das etwa 90 Kilogramm schwere Tier hätte eine alte Verletzung gehabt, so der Jäger weiter. Eine der hintereren Schalen habe gefehlt. Er vermute, dass der Keiler durch den plötzlichen, starken Schneefall überrascht worden sei. Hunger und Schmerzen aus der Verletzung könnten das aggressive Verhalten erklären.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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