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Katze geschossen – Jagdschein weg

Weil er eine Katze geschossen hat, verlor ein Mann aus Niedersachsen nun seinen Jagdschein.


Ein Jäger aus dem Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) beschoss im vergangenen Jahr eine Katze und schleuderte das Tier vor den Augen der Besitzer in ein anliegendes Maisfeld. Die Katze lebte aber noch und musste von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Der Jäger wurde angezeigt. Das Verfahren ging bis vor das Oberlandesgericht Oldenburg, das den Mann schließlich aufgrund eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 70 Euro verurteilte. Damit wäre dem Beschuldigten der Jagdschein gemäß §17 Bundesjagdgesetz noch nicht entzogen worden.

Das zuständige Landratsamt überprüfte jedoch die Zuverlässigkeit und entschied sich Jagdschein und Waffenbesitzerlaubnis zu entziehen. Auf Nachfrage der Redaktion begründete man diesen Schritt damit, dass "...aufgrund der Sachlage dem Jäger keine Zuverlässigkeit mehr zugesprochen werden kann". 

Wildernde Katzen dürfen nach niedersächsischem Jagdgesetz erlegt werden, wenn sie mindestens 300 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt sind. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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